Historische Denkmäler im Sankt Wendeler Land

Die bewegte Geschichte des Sankt Wendeler Landes hat viele interessante Zeugnisse hinterlassen. Bereits aus der Jungsteinzeit finden sich Relikte unserer frühen Vorfahren, wie beispielsweise der 15 Tonnen schwere keltische Menhir bei Walhausen.
Kelten, Römer und Franken haben die Region wesentlich geprägt und Fliehburgen sowie Siedlungen errichtet. Auf dem Dollberg bei Otzenhausen hinterließ der Keltenstamm der Treverer die größte noch bestehende Ringwallanlage Europas als Schutzwall gegen die Römer. Am Kreuzungspunkt zweier bedeutender Heerstraßen finden sich heute bei Ausgrabungen im Wareswald Reste einer bedeutenden römischen Siedlung und Badeanlage.
Verschiedene Burgfriede, wie z.B. in Nohfelden und Eisweiler zeugen noch von stattlichen Besitztümern aus der Zeit der Fürsten, Herzöge und Grafen.
Interessant ist auch die Geschichte des idyllisch gelegenen Hofguts Imsbach, das Napoleon einem seiner Offiziere zur Bewirtschaftung schenkte. Nicht weit davon entfernt liegt die Johann-Adams-Mühle mit Wasserrad und Reetdach, eines der letzten erhaltenen Mühlenanwesen im Saarland.
Alte Handwerkskunst zeigen die historische Nagelschmiede in Sitzerath und der Schaumeiler über die Herstellung von Holzkohle in Walhausen.

Im Jahre 1285 wurde die Burg Veldenz von Wilhelm Bossel von Stein erbaut. Heute ist nur noch der Burgfried zu sehen, der gleichzeitig ein Denkmal von überregionaler Bedeutung und das Wahrzeichen von Nohfelden ist. Erstmals wurde die Burg 1286 schriftlich erwähnt. Im Jahre 1466 traten die Grafen von Zweibrücken das Erbe an und nutzten die Burg als Jagdschloss. Wenige Jahre später, 1477,...

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Der Hinkelstein bei Walhausen ist ein ca. 4000 – 5000 Jahre alter Menhir, der auf der Gemarkung „Vor Hinkelsborn“ auf Walhauser Bann liegt. Der 15 Tonnen schwere Stein stammt aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) und ist eines der wenigen Zeugnisse frühester Besiedelung im Sankt Wendeler Land. Im Saarland gibt es neben dem Hinkelstein noch zwei weitere Kultsteine: den Gollenstein bei...

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Das Nagelschmieden hat im Hochwald eine alte Tradition. Schon Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden im Hochwald die ersten Eisenhütten. Alles, was man zur Eisengewinnung brauchte, gab es ausreichend hier: Erz, Wald und Wasser. Am Anfang wurden hauptsächlich Schiffs-, Schloss-, Band- und Schiefernägel hergestellt. Später begann man auch, verschiedene Arten von Schuhnägeln anzufertigen....

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Die Geschichte der Siedlung Imsbach reicht bis in die Bronze- und Eisenzeit zurück. Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Siedlung schon 1310. Nach der Französischen Revolution ging das Hofgut 1817 natürlich und politisch in den Besitz des oldenburgischen Fürstentums Birkenfeld über. Von nun an gehörte Imsbach zur Gemeinde Selbach im Amt Nohfelden.

Im 19. Jahrhundert hatte das Hofgut...

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Die Johann-Adams-Mühle ist eines der letzten erhaltenen Mühlenanwesen im Saarland und liegt idyllisch in einem Wiesental bei Theley. 1589 wurde sie erstmals schriftlich erwähnt. Die heutigen Mühlengebäude gehen auf das Jahr 1735 zurück. In dieser Zeit war die Region in das Herzogtum Lothringen und Kurtrier geteilt. Zwei Müllerfamilien, die gemeinsam die Mühle bewohnten, wechselten sich in...

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Der Ringwall von Otzenhausen, im Volksmund auch „Hunnenring“ genannt, ist eine mächtige keltische Befestigungsanlage am Hang des Dollberges bei Otzenhausen.

Sie wurde bereits im 1. Jahrhundert vor Christus als Schutz gegen die Römer erbaut und gilt noch heute als eine der eindrucksvollsten Anlagen Europas. Beim Ringwall handelt es sich um die befestigte Siedlungsanlage eines treverischen...

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Die Liebenburg mit ihrem Turm und den Mauerresten auf dem Schlossberg bei Eisweiler ist das Wahrzeichen der Gemeinde Namborn. Im Auftrag des Bistums von Verdun wurde die "Burg Lievenberc" Ende des 12. Jahrhunderts durch die Bliesgaugrafen von Castel erbaut. Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1220, als der Ritter "Boemund de Lievenberc" vom Bischof von Verdun zum...

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Bei Tholey entstand im 1. Jahrhundert nach Christus eine bedeutende gallo-römische Siedlung am Kreuzungspunkt der beiden wichtigen Römerstraßen von Metz nach Mainz und von Trier nach Straßburg. Die Siedlung erstreckte sich auf einer Länge von ca. einem Kilometer am Fuße des Schaumberges. Die im 3. Jahrhundert beginnende und langanhaltende wirtschaftliche Krise sowie Plünderungszüge...

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Der über 2 m hohe Schaumeiler der Köhler im Walhauser Buchwald erinnert an die Holzkohlenherstellung in vorindustrieller Zeit zwischen 1454 und 1794. Die Holzkohle war zu dieser Zeit wichtigster Energielieferant und wurde in großen Mengen für das Schmelzen von Kupfererzen zur Verhüttung benötigt.

Die erste urkundliche Erwähnung zum Abbau von Kupfererzen in Walhausen ist aus dem Jahr 1454....

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Entdecken Sie die verwinkelten Gassen und historischen Plätze der Altstadt.

Berühmte Feldherren, Künstler, Gelehrte und sogar die Stammmutter der Windsors haben hier ihre Spuren hinterlassen.

In der malerischen Altstadt mit ihrer historischen Bausubstanz spürt man noch einen Hauch der bewegten Geschichte. Besonders am Fruchtmarkt und rund um die Wendelinusbasilika wurden die Fassaden der...

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