Straße der Skulpturen

    Von St. Wendel bis zum Bostalsee kann man entlang einer rund 19 km langen Open-Air-Galerie Beispiele der zeitgenössischen Kunst erleben. Die ungewöhnlich reizvolle Landschaft in Kombination mit den Skulpturen bietet dem Wanderer ein außergewöhnliches Erlebnis.

    Den Ursprung der Skulpturenstraße bildete das Bildhauersymposion auf der Höhe zwischen St. Wendel und Baltersweiler, das in den Jahren 1971/72 stattfand. Bei diesem wurden insgesamt 14 Skulpturen von 15 Künstlern aus sechs Ländern geschaffen. Initiator ist der aus St. Wendel stammende Künstler Leo Kornbrust.

    Den ersten Anstoß hierzu lieferte ihm der Bildhauer Karl Prantl, der im Burgenland in Österreich solche Symposien bereits durchführte. Leo Kornbrust ließ aber die Idee, eine Weiterführung des Symposions zu einer kompletten Skulpturenstraße nicht mehr los. Als sich 1973 bei Baggerarbeiten einer St. Wendeler Baufirma riesige Sandsteinblöcke aus einen Hang lösten, ergriff Leo Kornbrust sofort die Initiative und ließ die Rohblöcke an ausgesuchten, landschaftlich markanten Punkten entlang des Saarland-Rundwanderweges aufstellen. Die Steine sollten innerhalb der nächsten Jahre von Künstlern bearbeitet werden. Bereits zwei Jahre vor der offiziellen Eröffnung wurden zwei Skulpturen geschaffen, die das Symposion mit der geplanten Straße der Skulpturen verbinden sollten: Han van Wetering schuf die Plastik »Fischkopf« und Yoshimi Hashimoto die Skulptur »Großer Fuß«. 1979 wurde die »Straße der Skulpturen« mit der Einweihung der Skulpturen »Liebesthron« von Leo Kornbrust und einer Bildhauerarbeit von Franz-Xaver Ölzant offiziell eröffnet. Mittlerweile haben viele Künstler aus dem In- und Ausland über 50 Arbeiten geschaffen. Darunter waren einige vergängliche Objekte und auch Museumsobjekte, die nicht mehr zu sehen sind. Die Skulpturenstraße wurde bis zum Peterberg ausgedehnt.

    Die Idee einer Skulpturenstraße als völkerverbindende Friedensstraße geht zurück auf den aus Polen stammenden Künstler Otto Freundlich, der bereits in den 30er Jahren von einer solchen träumte. Otto Freundlich konnte seine Idee leider nicht mehr verwirklichen. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Jude 1943 verhaftet und ins Konzentrationslager Majdanek gebracht, wo er noch im selben Jahr starb. Ihm ist die Skulpturenstraße in St. Wendel gewidmet. Am Ausgangspunkt der Skulpturenstraße an der Basilika in St. Wendel  würdigte Leo Kornbrust auf seiner Skulptur »Pyramide« mit einem Text  »Voie de la fraternité et solidarité humaine« den bedeutenden Bildhauer und Maler Freundlich.

    Leo Kornbrust gab die Idee, eine völkerverbindende Straße der Skulpturen zu schaffen, nicht auf. Ein Leader-Programm im Landkreis St. Wendel ermöglichte ihre Fortsetzung: Durch die Integration anderer Bildhauersymposien sowie durch die Schaffung weiterer Skulpturen durch internationale Künstler wurde  eine "Straße des Friedens" mit Bildhauerarbeiten zwischen der Normandie in Frankreich und Moskau geschaffen.

    Die Broschüre  »Eine Wanderung über die Straße der Skulpturen von St. Wendel zum Bostalsee« enthält Beschreibungen der Bildhauerarbeiten (erhältlich in unserem Onlineshop und vor Ort bei der Tourist-Information Sankt Wendeler Land).

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    Die Tour "Straße der Skulpturen" führt Sie entlang der Skulpturenstraße von St. Wendel nach Bosen. Es sind alle Skulpturen am und abseits des Weges verortet und zu jeder Skulptur gibt es Wissenswertes mit einem Foto.

    Adresse

    Zwischen St. Wendel und dem Bostalsee, Symposium auf Höhe von Baltersweiler
     

    Weitere Informationen

    Tourist-Information Sankt Wendeler Land
    Am Seehafen 1
    66625 Nohfelden-Bosen
    Telefon: +49 6852 9011-0
    www.sankt-wendeler-land.de

    Öffnungszeiten

    Ganzjährig

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