Kirchen & Kapellen im Sankt Wendeler Land

Kirchen und Kapellen gibt es viele im Sankt Wendeler Land und jede von ihnen kann ihre eigene kleine Geschichte erzählen. So z.B. die Wendelinusbasilika in St. Wendel, die infolge der Wendelinusverehrung im 11. bis 13. Jahrhundert entstand und zu den schönsten spätgotischen Hallenkirchen im Saarland zählt. Die Abteikirche in Tholey hingegen ist ursprünglich auf den Resten einer römischen Badeanlage errichtet worden und enthält heute frühgotische und barocke Bauelemente. Die Marienverehrungsstätte Härtelwald in Marpingen zieht jedes Jahr tausende von Besuchern an. Der Hochwalddom in Nonnweiler war Pilgerkirche für Menschen, die sich mit dem Ausbrennen ihrer Wunden mit dem „Hubertusschlüssel“ eine Heilung versprachen. Die Afrikakapelle auf dem Schaumberg verdankt ihre Entstehung einer Pieta, vor der Kriegsgefangene in Marokko um eine glückliche Heimkehr baten und sie von Marokko zu Fuß in die Heimat brachten. Die vielen Wegekreuze zeugen ebenso von der großen Frömmigkeit der Bevölkerung.

Die Abtei Tholey bietet viele historische Superlative: ältestes Kloster Deutschlands (634 n.Chr.), älteste gotische Kirche Deutschlands, einziges Kloster im Saarland und am Anfang des 21. Jahrhunderts Ort bedeutender Weltkunst. Alle Fenster der Abteikirche sind neu gestaltet, darunter drei gestiftet von Gerhard Richter, dem bedeutendsten lebenden Künstler der Gegenwart weltweit. Die...

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© Markus Lutz

Auf der Nordseite des Schaumberges, oberhalb des Herzweges, liegt seit 1958 die zur Tholeyer Abtei gehörende Afrika Kapelle.
Diese Gedächtnisstätte der Afrika-Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg erinnert durch ihren siebeneckigen Grundriss an eine Dornenkrone und soll die sieben Schmerzen Marias darstellen.
Besonders hervor sticht die Pieta (ein Bild der schmerzhaften Mutter Gottes),...

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© Anton Didas

Die Blasiuskapelle in Bergweiler wurde erstmals 1246 urkundlich unter den Besitzungen des Klosters Tholey erwähnt. Den Hauptwallfahrtstag stellte das jährliche Markusfest dar, an dem eine Prozession von Tholey zur Kapelle mit anschließendem Markt stattfand. Im Inneren sind insgesamt drei Barockaltäre in den Farben Weiß, Blau und Gold zu sehen. Auf dem Hochaltar ist die Figur des Heiligen...

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© Anton Didas

Die katholische Pfarrkirche Nonnweiler, im Volksmund auch „Hochwalddom“ genannt, wurde in den Jahren 1900–1902 vom Mainzer Dombaumeister L. Becker im neo-spätgotischen Stil erbaut. Der Haupteingang wird verziert von verschiedenen Nagelsorten, die alle in Nagelschmieden in der Umgebung angefertigt wurden.

Das Hubertushorn und der Hubertusschlüssel aus dem 12. Jahrhundert sind in der Kirche...

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© Thomas Finkler

Die Kapelle St. Antonius in Selbach, auch „Kathreinenkapelle“ genannt, wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Man vermutet, sie diente als Stützpunkt einer Herrschaft auf der Wasserscheide zwischen Nahe und Blies. Der Turm ist wohl der älteste Teil der Kapelle und wurde schon im 13. Jahrhundert errichtet, die Glocke kam erst im Jahr 1509 hinzu. Der vollständig erhaltene spätbarocke Kreuzweg ist...

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© Inga Fiscus

In Marpingen ist die Marienverehrung seit über 500 Jahren fest im Volksglauben verwurzelt. 1876 fand sie erstmals deutschlandweit Beachtung, als drei 8-jährige Mädchen von Erscheinungen der Mutter Gottes im Härtelwald berichteten. Marpingen stand bald im Ruf, ein deutsches Lourdes zu sein.

Bis heute besuchen jährlich viele tausend Pilger die Marienverehrungsstätte. Im Härtelwald laden die...

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© Florian Rech

1898 wurde in St. Wendel die Missionsgesellschaft der Steyler Missionare durch Pater Arnold Janssen gegründet und anschließend das Missionshaus gebaut. Zu dem Komplex gehören das völkerkundliche Museum, die Missionsbuchhandlung und die Missionshauskirche. Die Missionshauskirche hat die Form eines Kreuzes. Bemerkenswert ist der 36 m hohe Vierungsturm, der aus der dreischiffigen Kirche...

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© Josef Bonenberger

Die alte Nepomukkapelle aus dem 18. Jahrhundert gehörte zum Ensemble des Gonnesweiler Schlosses, das ca. 1730 entstand und im Zuge der Französischen Revolution zerstört wurde. Als Schlosskapelle überstand sie zwar die Französische Revolution, fiel aber der Modernisierungswelle der Nachkriegszeit zum Opfer. 1970 wurde sie abgerissen. Durch bürgerschaftliches Engagement gelang der Neubau der...

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© Anton Didas

Seit alters her gilt der 584 m hohe Peterberg als Wetterberg. In vorchristlicher Zeit war er dem Gott Donar geweiht, in späterer Zeit schrieb man ihm den Sitz von Wetterhexen zu. An der Stelle, an der die Kapelle steht, befand sich mehrere Jahrhunderte hindurch ein Heiligtum, das dem Wetterheiligen Petrus geweiht war.

Im 13. Jahrhundert wurde eine hölzerne Kapelle auf dem Peterberg...

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© Anton Didas

Die Valentinskapelle in ihrer ursprünglichen Form wurde 1761–1764 von dem Eremiten Johann Nonninger erbaut. Der Legende nach war der Grund für die Errichtung der Tod eines jungen Juden. Nonninger war als Koblenzer Schiffer schuld am Ertrinken des Jungen und baute die Kapelle in der Hoffnung, seinen inneren Frieden wieder zu finden. Sie ist der Jungfrau Maria und dem Heiligen Valentin...

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© Gemeinde Oberthal

Die Wendelinusbasilika in St. Wendel ist das weit sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde als spätgotische Hallenkirche im 14. Jahrhundert in Folge der Wendelinusverehrung errichtet. Treibende Kraft war der Kurfürst Balduin von Trier, der die Stadt 1327 erwarb und sie zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ausbauen ließ. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde zuerst der Ostchor...

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© Josef Bonenberger

Die Wendelinuskapelle wurde im Jahr 1755 im Auftrag des Amtmannes und kurfürstlichen Hofrats Franz Ernst D'Hame erbaut. Baumeister Johannes Schubmehl errichtete die Kapelle in landschaftlich reizvoller Lage am Fuße des Bosenbergs. Man geht davon aus, dass die Entwürfe für die Kapelle von Augustinerbruder Josef Walter stammen. Besonders sehenswert sind der Barockaltar und das offene Glocken...

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© Josef Bonenberger