Historische Nagelschmiede in Sitzerath

    © Melanie Schug

    Das Nagelschmieden hat im Hochwald eine alte Tradition. Schon Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden im Hochwald die ersten Eisenhütten. Alles, was man zur Eisengewinnung brauchte, gab es hier ausreichend: Erz, Wald und Wasser. Am Anfang wurden hauptsächlich Schiffs-, Schloss-, Band- und Schiefernägel hergestellt. Später begann man auch, verschiedene Arten von Schuhnägeln anzufertigen. Alles jedoch zunächst noch von Hand, bis die Erfindung einer Maschine eine wesentliche Erleichterung darstellte.
    Besonders zur Winterzeit herrschte in Sitzerath reges Leben in den Nagelschmieden. Die ganze Familie half bei der Herstellung von Nägeln. In Zeiten, in denen Feste, Feiertage, Kirmes oder Fastnacht gefeiert wurde, lief das Handwerk ausgesprochen gut. Da begann die Arbeit schon morgens um 4 Uhr in der Früh. Sogar kleinere Kinder beteiligten sich schon 2 – 3 Stunden vor Schulbeginn bei der Arbeit. Als letzter Nagelschmied der Region ist der Sitzerather „Pönnenschmied“ Nikolaus Paulus-Elgas bekannt. Er wurde 1894 geboren und beherrschte das Schmiedehandwerk bereits seit seinem 15. Lebensjahr. Erst 1935 legte er sein Handwerk nieder und ging einer verdienstreicheren Beschäftigung nach.

    Adresse

    Buchenweg 11
    66620 Nonnweiler-Sitzerath

    Weitere Informationen

    Tourist Info Nonnweiler
    Trierer Straße 5
    66620 Nonnweiler
    Telefon: +49 6873 660-0
    www.nonnweiler.de

    Öffnungszeiten

    April - November jeden 3. Sonntag im Monat von 10 - 12 Uhr

    Führung

    Nach Vereinbarung

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